Pressemitteilung 08. Mai 2014

 

cinec – Internationale Fachmesse für Cine Equipment und Technologie
21. - 23. September 2014
MOC München

4k-Technik wird sich etablieren, aber andere Themen bleiben wichtig

Der Hype um 4k legt sich langsam, denn praktisch alle Kamerahersteller haben mittlerweile ein entsprechendes Gerät im Angebot. Das Besondere wird zum Alltäglichen, auch wenn der Nutzen der neuen Technik für den Zuschauer umstritten bleibt. Neben der Frage nach der Auflösung rücken jetzt auch wieder andere Themen wie Kontrast, Dynamik, Farbwiedergabe oder die Frame-Rate in den Vordergrund, die auf der diesjährigen Fachmesse cinec und dem begleitenden CineCongress eine bedeutende Rolle spielen werden.

Auf der diesjährigen NAB 2014 in Las Vegas zeigten die Hersteller einmal mehr 4k-basierendes Equipment. 4k ist nach dem Digital Cinema Initiatives (DCI) Consortium mit einer Auflösung von 4096 Pixel/Zeile x 2160 Zeilen standardisiert und erreicht damit jeweils die doppelten Werte des Vorgängers DCI 2k, stellt also mit 8 847 360 Pixel (ein Pixel besteht jeweils aus einem Rot-, Grün- und Blauanteil) insgesamt viermal so viele Bildpunkte dar. Damit ist DCI 4k aber nicht identisch mit dem TV-Format Ultra HD, das mit 3840 x 2160 auflöst und es auf eine Darstellung von nur 8 294 400 Pixel bringt. Um die Verwirrung perfekt zu machen, sind noch andere Spielarten der Hochauflösung für Kino- und TV-Technik im Umlauf.

Eines ist aber allen gemein: von der besseren Auflösung profitiert nur, wer den richtigen Abstand zur Leinwand oder dem Display hat. Beim TV-Gerät mit 40-Zoll-Diagonale kann das menschliche Auge zwischen Ultra HD und dem gängigen HDTV (Auflösung: 1920 x1080) ab einer Entfernung von zirka einem Meter kaum einen Unterschied erkennen. „Übertragen auf das Kino bedeutet das, dass sich vermutlich nur die ersten Sitzreihen über das schärfere Bild eines in 4k gedrehten Streifens freuen können“, beschreibt cinec-Messechefin Angelika Albrecht einen der Nachteile. Das Kino füllt sich aber von hinten, meint Hollywood und erteilt 4k damit eine Absage. Für neuere 3D-Filme scheint 4k oder mehr allerdings ein Muss.

Die höhere Auflösung bringt aber noch mehr Probleme mit sich. So schätzt man, dass die Kosten für die Ausbelichtung etwa um zehn bis zwanzig Prozent höher sind als bei einer 2k-Auflösung. Hinzu kommt der große Speicherbedarf für die immensen Datenmengen – und der hat Auswirkungen auf die Distribution. Ein 90-Minuten-Film in HD-Auflösung belegt rund 70 GB und passt somit auf eine BluRay-Disk. Für 4k-Filme reicht deren Kapazität allerdings nicht aus weshalb die Industrie bereits neue Disks entwickelt, die 300 GB Speicherplatz bieten und Ende 2015 verfügbar sein sollen.

4k-Technik erfordert auch neue Netzwerke, weil mehr Daten übertragen werden müssen. Gordon Smith, NAB Präsident und CEO, wies in der Eröffnungsrede in Las Vegas auf die Verbindung zwischen Sender und Leitung hin: „Überall im Markt fangen wir an, die unheimliche Macht der Annäherung zwischen Broadcasting und Broadband zu sehen.“ Für Smith ist Breitband nichts weniger als ein „Game-changer“. Da kommt es gerade recht, dass auch die deutsche Bundesregierung dem Bedeutung beimisst und die Haushalte flächendeckend oder zumindest zu 75 Prozent mit Breitbandzugang ausstatten will. Doch über allem schwebt die spannende Frage: Wann wird es originäre Inhalte in der Qualität und Masse geben, dass sich die entsprechenden Investitionen lohnen?

Der deutsche Branchen-Primus ARRI trägt all dem schon länger Rechnung und intensiviert die Bemühungen um die digitale Distribution der Filme. Nachdem ARRI schon seit 2012 eine Kooperation mit DELUXE Digital Cinema über die Vermarktung digitaler Kinofilme auf Festplatten geschlossen hat, wurde diese nun erweitert: Das von Deluxe und Hewlett-Packard gemeinsam entwickelt Vertriebskonzept „Deluxe Connect“ wird als Punkt-zu-Punkt-Verbindung und gespickt mit Zusatzangeboten von ARRI nun auch den deutschen Kinos angeboten.

Die Kinowelt befindet sich derzeit also im Umbruch. Jetzt gilt es, die Weichen zu stellen. Die Fachmesse cinec, die dieses Jahr zum zehnten Mal ausgetragen wird, liefert den Rahmen dafür. Der parallel dazu veranstaltete cineCongress liefert mit spannenden Vorträgen und Diskussionen Orientierung für die Branchenprofis, und die glamouröse Verleihung der begehrten cinecAwards bildet wieder den gesellschaftlichen Höhepunkt der Veranstaltung im Herbst. Die Interessensgemeinschaft CineTechnik Bayern e.V. (CTB) vergibt auch dieses Jahr wieder diese Auszeichnungen für herausragende und innovative Leistungen auf den Gebieten der Filmtechnik.

Die Jubiläumsausgabe der cinec - 10. Internationale Fachmesse für Cine Equipment und Technologie - findet vom 21. bis 23. September 2014 im MOC, München statt. Die Anmeldung für die Aussteller läuft.

Die Messeunterlagen und alle Informationen auch aus dem Vorjahr sowie eine Präsentation der Entwicklung der Messe stehen unter www.cinec.de zum Download bereit.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Messeleitung:

Angelika Albrecht, info@cinec.de, Tel.: 089 - 27294820

 


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